Kurzfassung Das Kapitalistische Manifest von Thun-Hohenstein

2012 veröffentlichte Mag. Dr. Matthäus Reichsgraf Thun-Hohenstein als Vorstandsdirektor einer Internationalen Bank sein Buch:

DAS KAPITALISTISCHE MANIFEST

Ein Blick hinter die Kulissen des Zinssystems

erschienen im ARES Verlag

Einführung in Ausschnitte dieses Werkes

Matthäus Petralta, Vertreter einer europäischen Großbank, nimmt an der internationalen Tagung einer kapitalistischen Lobby-Organisation teil, die für weitere Deregulierung, Zurückdrängung des Staatseinflusses und Öffnung der Weltmärkte wirbt. Abends fällt er in einen unruhigen Schlaf, der Träume gebiert, in denen die heißen Diskussionen des Tages auf seltsame Weise wiederkehren; in diesen Träumen vermischen sich Realität und Traumgesichte. Zu den Tagungsteilnehmern gesellen sich längst Verstorbene: hochrangige Politiker, Heilige und Genies, der Papst, Schriftsteller, Che Guevara, bedeutende Ökonomen, 68iger, Sokrates und Aristoteles….

Kann kapitalistischer Feudalismus zum Fairdalismus werden?

Auf die Frage Ronald Reagans nach den Möglichkeiten einer zinsfreien Volkswirtschaft, überlegen Rothschild, J.F. Kennedy, Abraham Lincoln, gemeinsam mit Andrew Carnegie, einem Altruisten, Voraussetzungen einer stabilen Währung.

Machiavelli, Generalsekretär und hoher Repräsentant der Kapitalistischen Internationale, mahnt, nicht auf die Gespenster aus der Gruft zu hören.

„Wir Kapitalisten wissen, dass der von uns festgelegte Zins richtig, gerecht und unverzichtbar ist und die Kapitalakkumulation ein gottgewolltes Naturgesetz darstellt, das zu behindern Frevel ist. Deswegen müssen wir solche verrückten und frevelhaften Vorschläge – die nichts anderes als brutale Anschläge auf unsere liebliche Kapitalakkumulation sind – unbedingt verhindern!

Das Kapitalistische Manifest umfasst 25 Hinweise, die den Kapitalismus als alternativlos und, im letzten Punkt, als höchste Entwicklungsstufe der Menschheit erklären.

Im 1. Artikel der Menschenrechtskonventionen wurde 1948 festgestellt: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Solidarität begegnen.

Es wäre nicht möglich, dass „Geld die Welt regiert“, wenn die Ursache von grausamsten Unrecht und Kriegen erkannt und mehr über alternative Geldkonzepte gewusst würde.

Keinesfalls möchte ich mit dieser Zusammenfassung „Spalte und Herrsche“ dienen! Ich weiß, dass Politiker und Wissenschaftler mit ihrer Arbeit Gutes bezwecken wollen, sich sehr oft Tag und Nacht um Friedensarbeit und Auswege aus div. Herausforderungen bemühen. Viel zu wenige Menschen, vor allem auch Entscheidungsträger wissen nicht um Zusammenhänge, alternative Geldkonzepte sind vielen von ihnen immer noch fremd!

An den meisten Universitäten wird über Geld immer noch falsch oder gar nicht gelehrt. Gerechteres Gelddenker haben sich ihr Wissen zum Großteil im Selbststudium erworben.

Es ist dringend notwendig, ALLEN Menschen so zu begegnen, dass sie sich in ihrer Würde ernst genommen fühlen, auch dann, wenn sie ganz bewusst, nur um ihrer materiellen Vorteile willen, Verbrechen befehlen, Kriege erzwingen, ihnen Überlegenheit gegenüber Regierungen zum „Sinn des Lebens“ wurde.

Jeder Mensch soll im Wandel sein Gesicht und seine Grundinteressen wahren können. Wir brauchen Generalamnestie! „Täter“ sollen durch ihre Erfahrungen und ihr Wissen den Wandel in einem breiten, interdisziplinären, überparteilichen, internationalen und interreligiösen Miteinander mitgestalten dürfen! Wir wissen nicht um die Geschichte von Menschen, um deren Erziehungsmuster, um „Werte“ von Familien, in denen Empathie schon im Kindesalter durch Härte abtrainiert wurde!

Mein Ziel ist es, dabei mithelfen zu dürfen, Probleme unserer Geldordnung zu enttabuisieren.

Josefa Maurer, St. Peter/ Au, Jänner 2025

Einzelne Gespräche und Bemerkungen aus den Träumen von Matthäus Petralta

Machiavelli, Generalsekretär der Kapitalistischen Internationale: …. Es gibt die konkrete Chance, ….(durch Medienmacht) das eigene Volk kontrollieren und unterdrücken zu können. Daher wird der weitere Weg unserer kapitalistischen USA jener einer durch keine christlichen, humanistischen oder einfach menschlichen Rücksichten beschränkten, kapitalistischen Supermacht sein. Die USA ….. werden feudal. Denn im Endstadium des Kapitalismus gehört alles nur ganz wenigen und die Masse der US Bürger wird noch immer ganz fest an freien Wettbewerb und den American Dream glauben und sich ihrem Schicksal ohne politische Auflehnung hingeben.

Abraham Lincoln: Aber das klingt doch entsetzlich, denn das heißt, die Sklaverei kommt mit neuem Antlitz zurück – und meine USA wäre die Speerspitze dieser Sklavenhaltergesellschaft, während wir doch so stolz auf unsere demokratischen und freiheitsliebenden Wurzeln sind…. Ich vertraue auf die innere Kraft und Stärke meiner USA!

Al Capone, Mafia bzw. das verbrecherische Kapital: Du elendes Gespenst aus dem Jenseits! Verschwinde! Die USA gehören bald ganz uns und niemand braucht dich mehr!

Ronald Reagan: Halt´s Maul, dreckiger Mafia-Bonze! Abraham Lincoln ist ein Hero unserer great USA. Come on guys,

Machiavelli: Basis und Grundlage des Kapitalismus ist ein Glaube: der Glaube, an das goldene Kalb. Wer mehr besitzt, ist besser. Der Reiche ist auch ein moralisch und ethisch besserer Mensch als der Ärmere. Es ist ganz egal, wie dieser Reichtum erworben wurde; es geht darum, die anderen möglichst unbemerkt auszubeuten: nicht primär durch brutale Raubkriege, sondern durch ein einfaches und todsicheres System: das uns allen bestens bekannte und vertraute Zinseszinssystem.

Heuschrecke: In das organische System Mensch/ Umwelt bricht das goldene Kalb mit der zerstörerischen Gewalt des exponentiellen Wachstums des Zinseszins ein, das alles dominiert und letztlich vernichtet.

Einstein: Zins samt Zinseszins ist virtuelles Spielgeld, das die reale Wirtschaft erdrückt…..

Heuschrecke: Aber diese Entwicklung geschieht langsam und die Menschen konnten sich schon seit vielen Generationen daran gewöhnen, sodass ihnen dieser ihren Interessen widersprechende Zustand als völlig normal erscheint.

Al Capone: Kapitalismus ist die absolutistische Herrschaft des Geldes über einen nur zur Tarnung als frei bezeichneten Markt. In Wahrheit setzt der Kapitalismus den Markt letztlich außer Kraft. Kapitalismus muss zu Monopolen und Feudalherrschaft führen. Wichtig ist uns nur, dass an diesem unausweichlichen Endzustand immer andere und nie der Kapitalismus als schuldiger Verursacher ausgemacht werden.

Machiavelli: Der nun klar als Alleinherrscher hervorgetretene Gott Mammon kann auf die Maxime „Alle Macht dem Kapital“ gebracht werden. Das Kapital herrscht schrankenlos und bestimmt weltweit, was letztlich gut und was böse ist.

Hl. Franz von Assisi: Warum muss die Wirtschaft ständig wachsen, nur damit ein bestehender Wohlstand gehalten werden kann? Warum geht es den Menschen trotz ständigem Wachstum nicht besser, sondern schlechter?

Robber Baron: Weil wir unser gegenleistungsfreies Einkommen wollen!

Hl. Franz: …. Mit dem Zins ist jedes Bemühen um eine bessere Welt zum Scheitern verurteilt!

Al Capone: Auch, wenn Sie „heilig“ sind, alter Mann: Was Sie sagen ist lächerlich, denn Zinsen gehören unteilbar zum Geld. Sie wollen doch nicht das Geld abschaffen? Oder sollen alle Bettelmönche werden?

Ein Pilgram Father: …. Geld ist Tauschmittel und Wertspeicher, Zins hat immer dazugehört. Ohne Geld würde unsere Wirtschaft nur sehr holprig bis gar nicht laufen….

Heuschrecke: Nun muss aber noch sichergestellt werden, dass das Geld nicht zu Hause gehortet wird, sondern ständig im Umlauf bleibt…. Der Zins ist eine Art Prämie, damit Geld nicht dem Kreislauf entzogen wird…

Che Guevara: Nur eine ganz kleine Minderheit der Bevölkerung profitiert als kapitalistische Elite vom Zins….

Machiavelli: Genau deshalb müssen wir Zins samt Zinseszins mit aller Kraft und allen Mitteln eisern verteidigen und dürfen uns nicht von weltfremden Träumern wie diesem Christus davon abbringen lassen.

Ronald Reagan: Was reiten Sie immer auf diesen Zinseszinsen herum? Ich versteh Sie nicht. Erklären Sie das sofort und nehmen Sie nie mehr Jesus Christus abwertend in den Mund, sonst werde ich ernsthaft böse.

Machavelli: Pardon, wir nicht mehr vorkommen, bis Ihre Nachfolger mir auch dafür grünes Licht geben. Zinseszins ist nichts Aufregendes, sondern nur Zinsen, die man auf Zinseinkünfte bekommt. Beispiel: Sie geben mir 100 Kredit und erhalten dafür 10% Zinsen im 1. Jahr. Ich zahle zurück und im nächsten Jahr können Sie dannen einen Kredit von 110 vergeben….

Ronald Reagan: Na und? Was soll das schon bewirken, …. Es ist ja auch mein Geld, das gearbeitet hat….

Machavelli: Pardon, aber wo hat es gearbeitet…… Wenn Sie mir das Geld nur zu einer Risikoprämie (0,1%) und Verwaltungsgebühren (0,5%) plus Bankgewinn von 2,4% überlassen hätten, dann hätte ich mit meiner Firma diese drei Prozent erwirtschaften müssen. Aber ich muss ja nicht 3, sondern 10% Zinsen zahlen, weil eben 7% davon Ihre gegenleistungslose Kapitalistenprämie sind, für die ich zusätzlich arbeiten muss. Davon lebt letztlich unser kapitalistisches System. …….

Heuschreck: …. Ganze Heerscharen von Wissenschaftler belegen die Notwendigkeit gerade dieser Kapitalistenprämie mit Bibliotheken voller Argumente. … Außerdem verhindern wir jegliche ernsthafte Diskussion zu diesem Thema.

Robber Baron: Die historische Erfahrung zeigt auch, dass sich im Mittelalter, wo kurzfristig das Zinseszins-System unterbrochen war, enormer Wohlstand ausgebreitet hat, unser Reichtum sich aber nicht mehr von selbst vermehrte, sondern immer neu erarbeitet werden musste. Genau das müssen wir verhindern!

Heuschrecke: Das Kapital bekommt alles in die Hand: Zeitungen und Politiker, Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Justiz und Exekutive. Die besten Köpfe sind damit beschäftigt, das Kapital ohne jegliches Basisgeschäft virtuell, aber trotzdem sehr real zu vermehren bzw. das Kapital von jeglicher Steuerlast zu befreien. Wirklich Große und Reiche zahlen keine Steuern mehr, dafür sorgen Steuerberater, kapitalfreundliche Gesetze und neuerdings die EU als kapitalistische Kampforganisation…… Da nur mehr das Virtuelle zählt, wird die eigentliche Erstellung von Waren immer unwichtiger und trotzdem ist unglaublich viel Geld im Überfluss vorhanden.

Henry Ford: Und dann? Das Geldsystem bricht zusammen, Deflation ist angesagt, das Chaos beginnt. Die Verzweiflungsaktionen der Schuldner haben nichts bewirkt. Die Feudalkapitalisten haben alle Kriege gewonnen, es gibt nichts mehr zu verteilen. Das virtuelle Kartenhaus stürzt zusammen. Die realen Werte, wie Unternehmen, Grund und Boden, haben sich die Feudalkapitalisten natürlich vorher angeeignet; sie können daher die nächste Runde dieses Spiels entspannt erwarten. In dieser nächsten Runde können neue Spieler durch eine geniale Idee oder unglaubliche Brutalität, oder beides, in den Kreis der Kapitalisten vorrücken. Ich mag sie nicht, diese Zinskapitalisten.

Robber Baron: Es ist ein schönes Spiel, dem ich gerne zusehe… dieses Zins-Monopoly. Die Reichen wollen immer mehr Rendite auf ihr immer schneller sich vermehrendes Geld. In der ersten Generation, nach dem Crash, kann die Wirtschaft das verdienen. In der zweiten Generation müssen die Bürger „den Gürtel enger schnallen“…….., der Staat muss enorme Zinsen für die Staatsschuld zahlen und kann daher….. nicht mehr investieren. In der dritten Generation leben wir Kapitalisten endlich im feudalen Paradies. Alles gehört uns. Aber Inflation und letztlich Deflation vertreiben uns wieder daraus und die nächste Spielrunde beginnt.

Gläubiger Kapitalist: Wir preisen Mammon durch unsere Kapitalakkumulation und eines seiner Heiligtümer, die Treasury der Banken. Es geht dort schon lange um praktisch keinerlei Warengeschäfte mehr; vielmehr wird virtuelles Geld geschaffen, das die Banken dann völlig legal in Umlauf bringen. Die Banken weltweit werden immer reicher und mächtiger, je näher der Feudalstaat kommt, und dann sind sie in Wahrheit riesige Geldwäschereien, in denen das virtuelle Geld aus dem finanziellen Perpetuum mobile in den realen Wirtschaftskreislauf eingebracht wird. Bisher glaubten wir, es könne kein Perpetuum mobile geben. Aber in der Finanzwirtschaft existiert es schon lange. …..

Robber Baron: Das bedeutet, es wird ununterbrochen ohne reale Deckung durch reale Werte neues Geld geschaffen. Dieses künstlich geschaffene virtuelle Spielgeld muss veranlagt werden. Sollten die Konsumbedürfnisse auch mit bester Werbung dazu nicht ausreichen, dann sind wir leider gezwungen, die Existenznotwendigkeiten der Bevölkerung zu teuer bezahlten Grundbedürfnissen zu machen, um die Veranlagung des Spielgeldes zu ermöglichen. Oder wir realisieren gleich die große Lösung und beginnen einen Krieg, damit auf den Trümmern wieder alles neu aufgebaut werden muss.

Gläubiger Kapitalist: Die intelligentesten Köpfe arbeiten heute….. unaufhörlich daran, das Perpetuum mobile noch effektiver zu machen. Die Geldvermehrungsabteilungen der Banken erfinden immer neue, noch ausgefeiltere Zockereien, um virtuelles Geld zu erzeugen. Die göttliche Absurdität dieser wunderbaren Geldvermehrung lassen wir uns als naturwissenschaftlichen Normalzustand durch die Magier (die Nobelpreisträger der Volkswirtschaft) bestätigen.

Zulu, afrikanischer Kapitalist: Viele glauben, dass Kredite erst dann vergeben werden, wenn das Geld durch bestehende Einlagen zur Verfügung steht. Keine Bank braucht Einlagen, um Kredite vergeben zu können. Das finanzielle Perpetuum mobile läuft reibungslos und immer schneller, solange genügend kapitalistische Mitspieler und auszubeutende Sklaven vorhanden sind.

Oligarch Boris: Journalisten schreiben entweder, was wir Kapitalisten gerne lesen wollen, oder sie schreiben gar nichts!

Al Capone:….Kaum haben wir bemerkt, dass dieser lästige Kommunismus keine Gefahr mehr ist, haben wir sofort unsere Tarnprojekte wie die sogenannten „New Deals“ und ähnliche Tricks liquidiert.

Machiavelli: In Europa gab es früher sogar eine sogenannte „Soziale Marktwirtschaft“. Doch die EU als unser großes kapitalistisches Trojanisches Pferd wird deren verbliebene Reste bald begraben. Ganz anders ist die Gefahr auf dem US- Kriegsschauplatz bestellt. Wir versuchen zwar, auch die USA zu einem angepasstem Christentum nach dem Vorbild Europas umzuformen. Aber die gläubige Naivität der Amerikaner hat uns schnell erkennen lassen, dass hier ein enormes Gefahrenpotential schlummert. Viele Leute nehmen wirklich ernst, was dieser Jesus so von sich gegeben hat.

Ronald Reagan: ….. Sie reden ja, als ob unser Kapitalismus zu Jesus Christus im Widerspruch steht. Ich bin gläubiger Christ und trotzdem Kapitalist. Also bin ich ein Gegenbeweis.

Abraham Lincoln: Hochgeschätzter Herr Kollege, leider liegt genau hier das Problem. Unsere USA sind auf dem Weg zu einem kapitalistischen Feudalstaat, der die Werte der US-Demokratie und ein ernst genommenes Christentum ausschließt. Beides geht nicht. Bald wird es auch in den USA so sein wie in Lateinamerika: Sonntags in der Kirche Christ und ansonsten brutal und unfair ausbeutender Kapitalist…. Sie sehen den unmittelbaren Zusammenhang noch nicht…. Nicht die fleißigen und gottesfürchtigen Wissenschaftler… sondern allein die Kapitalisten wollen die Welt führen.

Heuschrecke: …. Wir können unseren Weltherrschaftsanspruch nicht mehr mit der Verbreitung von Freiheit und Demokratie begründen, nachdem es immer deutlicher wird, dass sie alten Werte der USA von unserem göttlichen Kapitalismus verschlungen wurden und nur mehr die Notwendigkeit der Kapitalakkumulation und damit der Beherrschung und Ausbeutung anderer Staaten unsere Expansion treibt. Der Kapitalismus ist ein hungriger Wolf, der gefüttert werden will.

Wladimir Putin: Aber nicht mit meinem Mütterchen Russland. Er hat sich zwar schon festgebissen, aber weiter will ich ihn nicht kommen lassen. …

Abraham Lincoln: Aus dem beginnenden Feudalismus müssen ein Fairdalismus und ein Competitionismus werden. Wie in der Wirtschaftspolitik müssen auch in der Gesellschaftspolitik Oligopolstrukturen oder Monopole verhindert werden, denn genauso wie Oligopole und Monopole in der Wirtschaft die Marktwirtschaft zerstören, so beseitigen sie im gesellschaftlichen Sinne die Demokratie – egal ob unsere gesellschaftlichen Oligopolstrukturen zu Kriegen führen oder nur zu einem Polizeistaat. Die Demokratie ist nach einer kurzen Phase der Behauptung gegen den Feudalismus wieder abgetreten. Diese feudale Sklavenhaltergesellschaft – in der die Sklaven nur anderes genannt werden – müssen wir verhindern.

Heuschrecke: Diese unerwünschten Bemerkungen aus der Gruft müssen wir Kapitalisten sehr ernst nehmen! Weniger dieser tote Präsident ist das Problem, als vielmehr jene, die heute noch von seinem Geist beseelt sind und womöglich den langwierigen, letztlich jedoch aussichtslosen Kampf gegen uns Feudalkapitalisten aufnehmen.

Machiavelli: …… Natürlich sind die USA auch weiterhin unsere Hoffnung für ein 1000-jähriges Feudalreich, in dem die kapitalistische Ausbeutung gigantische Dimensionen annimmt. Aber gleichzeitig ist diese junge Nation noch immer diesem naiven Weltverbesserer namens Jesus verpflichtet und wir haben nach wie vor Schwierigkeiten, das gläubige Volk auszutricksen. Aber noch gefährlicher als das naive, dümmliche gläubige Volk sind die Leader, die Führer der USA, die teilweise fundamentalistische Gläubige sind – das heißt, sie glauben wirklich und tun nicht, wie die Europäer, nur so als ob, um dann in der Praxis das Gegenteil zu leben. Diese Amis glauben wirklich noch immer, dass sie etwas Besseres geschaffen haben als die europäischen Feudalherren. Wenn sie jetzt bemerken, dass sie genauso auf dem Weg zum Feudalismus sind, könnte es für uns gefährlich werden…..

Gläubiger Kapitalist: Von den Religionen haben Judentum, Christentum und Islam klar antikapitalistische Wurzeln und daher auch das Zinsverbot verankert. Wie wir wissen, kümmern sich Juden und Christen darum überhaupt nicht und der Islam nimmt es zwar ernst, ist aber unfähig ein Gegenmodell zu erstellen. … Sollte aber einmal diesbezüglich Gefahr drohen, müssen wir das sofort militärisch lösen. Weniger die iranische Atombombe als die tatsächliche Abschaffung der Zinsen führt sofort zum Krieg, den unsere Medien als leider notwendige Verteidigung der Demokratie begeistert rechtfertigen werden. Buddhismus und Hinduismus sind hingegen keine unmittelbare Gefahr für den Kapitalismus, aber behindern durch ihre Hinnahme des Bestehenden jegliche rasche Entwicklung zu einem noch schöneren und stärkeren Kapitalismus.

Ronald Regan: Wir benötigen doch Wachstum und Deregulierung – oder etwa nicht?

Machiavelli: Selbstverständlich und Wachstum ist schön und sollte allen ein Mehr bringen. Nur letztlich ist es der Zinseszinseffekt, der Wachstum einfordert, nur um ein Niveau zu halten. Diese Tatsache darf nicht diskutiert werden.

Ronald Reagan: Wir sind eine freie und demokratische Nation, die bisher alle Probleme gelöst hat und sie auch weiterhin lösen wird. Wo also bitte ist das Problem?

Machiavelli: Genau diese amerikanische Einstellung fürchte ich, denn sie gefährdet unseren Zinskapitalismus. Wir müssen die US-amerikanische Nation daran hindern, sich mit der Zinsfrage zu beschäftigen. Sonst droht die Gefahr, dass die Amis das Zinsproblem wirklich lösen und so unseren wunderschönen Zinskapitalismus beenden. Damit wäre auch das sorgenfreie Kapitalistenleben gefährdet und wir müssten uns wirklich einem ehrlichen Konkurrenzkampf und Wettbewerb stellen, was wir doch alle nicht wollen.

Hier erklärt nun Machiavelli Ronald Reagan die exponentielle Wachstumskurve des Geldes. Verdoppelungswachstum bedeutet, dass, z. B. bei 10% Zinsen sich Vermögen und Schulden alle 7 Jahre verdoppeln. In 14 Jahren sind sie auf das 4-fache angewachsen, in 21 Jahren auf das 8-fache usw. Deshalb braucht unsere Geldordnung Neuanfänge. Bis heute: immer wieder Kriege. Die Geldmenge wächst aber auch durch Interbankenkredite für den Wertpapierhandel. Aus dem Nichts wird Geld also auch für Nichts geschöpft, Wertpapiere sind nämlich allesamt Schuldscheine. Sie haben so viel Wert, als andere mir dafür zu geben bereit sind. Auch dieses Geld hat dieselbe Kaufkraft wie jenes, welches durch Arbeit verdient wird.

Machavelli erklärt weiter: Das Risiko hat nur der Bürger, denn der Staat haftet und damit alle Steuerzahler. Irgendwie grotesk, dass der Staat bzw. die Bürger Geld auflegen, dafür haften und sich dann ihr Geld von Kapitalisten ausborgen, die auch noch nach Lust und Laune bestimmen, wie viel der Staat bzw. die Bürger dafür zahlen müssen.

El Capone: Unser Kapitalismus braucht regelmäßige Wirtschaftszusammenbrüche, die er selbst erzeugt. Die einzige Frage ist immer nur, wann genau und wie es passiert.

Sir William, alter englischer Feudaladel: Sie haben recht, im Zinskapitalismus stecken Kriege. Nehmen wir zum Beispiel an, der Staat X hat einen Krieg verloren (Preußen nach dem 1. WK?) und 100 Milliarden Schulden, wofür seine Gläubiger (die Siegermächte) 14% Zinsen verrechnen. Nach 10 Jahren besitzen die Gläubiger 370 Milliarden. Nach weiteren 10 Jahren 1 Billion und 371 Milliarden. Der Staat X und seine Bevölkerung werden entweder zum Sklaven der Gläubiger oder versuchen, sich gewaltsam zu befreien. Allerdings ohne Erfolgsaussicht, da die Gläubiger das Geld und damit die Macht besitzen. ….. Ich möchte mit diesem Beispiel aber auf keinen Fall die alleinige Schuld der Deutschen an den beiden Weltkriegen in Frage stellen….

Sokrates:  Dieses Problem ist auch mir nur zu gut bekannt. Ich erinnere mich an meinen Freund, den Handwerker Xenon im alten Griechenland, der sich 10 Drachmen um die üblichen 30% ausborgte. Nach 5 Jahren sollte er sie samt Zinsen zurückzahlen, oder zum Sklaven des Gläubigers werden. Mein guter Freund Xenon konnte die 37 Drachmen nicht zurückzahlen und zog den Freitod der Sklaverei vor. Aus diesem Stoff entstehen Tragödien, Kriege, Gewalt, egal ob Einzelpersonen oder Staaten betroffen sind. Aber stellt nicht zu viele unangenehme Fragen, sonst müsst auch ihr noch den Schierlingsbecher trinken.

Aristoteles: So ist der Zins hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden. ….. Ich habe das schon in meinem 1. Buch „Politika“ festgestellt.

Zulu: Der Kolonialismus ist nur eine logische und konsequente Weiterführung des Zins- Kapitalismus. Wenn es mehr Rendite bringt, Schwächere als Leibeigene-Sklaven statt als Lohnsklaven -Arbeiter auszubeuten, dann muss man das machen. Wir afrikanischen Herrscher verstehen das und halten uns daran. Wir beuten unsere Sklaven aus, nehmen ihre Frauen und schicken ihre Kinder in Eroberungskriege, aber wir liefern ohne Murren die geforderte Rendite ab. Eure kapitalistische Entwicklungshilfe fördert unseren Kapitalismus. Die Armen der reichen Länder spenden, damit die Reichen der Armen Länder zu Kapitalisten werden können. Bravo!

Jeanne dÁrc de Gaulle: Jetzt verstehe ich endlich die Entwicklungshilfepolitik der USA in Lateinamerika, Afghanistan, im Irak …..

Paolo Verdi, ein italienischer Dolce-far-niente-Kapitalist, erzählt vom römischen Weltreich: Ob Republik, göttliches Kaiserreich oder Soldatenkaiser, das ganze Land hat wenigen einflussreichen, vielleicht 500 Familien gehört. Er fragt Abraham Lincoln, wie vielen Familien die USA gehört.

Abraham Lincoln: ….. Sogar die Federal Reserve Bank, gehört in den USA nicht den Bürgern, bzw. dem Staat, sondern wenigen Familien….. Das ist ein unverschämter Anspruch weniger Familien auf das ganze Land. Nicht einmal die feudalen Monarchien im alten Europa haben diese brutale Unverfrorenheit besessen. Ich hatte begonnen, das zu ändern…. Dass ich daraufhin ermordet wurde, ist bekannt.

John F. Kennedy: Ich wollte die Federal Reserve Bank wieder den Bürgern zurückgeben. Schon am Tag nach meiner Ermordung wurde mein diesbezüglicher Gesetzesentwurf zurückgezogen. Lasst die Finger davon, liebe Freunde….

Thomas Jefferson hat bereits als dritter Präsident der USA alles schon vorausgesehen: Ich habe es ja gleich gesagt: Wenn die amerikanische Bevölkerung den Privatbankern erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, dann werden die Bankkonzerne den Menschen ihren gesamten Besitz wegnehmen – bis ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent, den ihre Vorväter erobert haben, aufwachen. Und das geschieht zuerst durch Inflation und dann durch Deflation.

Oligarch Boris: Ja und, auch wenn alles zusammenbricht, wir genießen aus vollen Zügen und ohne Rücksicht auf irgendjemand und irgendetwas. …. Die Arbeitersklaven sind uns gleichgültig.

Machiavelli: Dieser Crash kommt unausweichlich, aber niemand weiß wann. Solange die US Armee alle anderen zwingen kann, beim Kapitalisten-Monopoli mitzuspielen, kommt die Krise nicht. Denn solange genügend neue Mitspieler mitmachen, egal ob gezwungen oder aus Dummheit, bricht das Pyramidenspiel nicht zusammen. Erst wenn der Kapitalismus sich seiner eigentlichen Bestimmung nähert und zum Feudalismus wird, beginnt es gefährlich zu werden. Dann nützt die US Armee nichts mehr, das Pyramidenspiel bricht zusammen. Natürlich ist so ein Wirtschaftszusammenbruch auch noch eine Chance weitere Reichtümer zu gewinnen! Aber es geht nicht mehr so unbemerkt sanft, sondern spürbar heftig.

Nobelpreisträger für Volkswirtschaft: Keine Sorge, wir Wirtschaftsprofessoren werden dann der dümmlichen Bevölkerung erklären, warum das alles ganz normal ist und dass jetzt alle die Zähne zusammenbeißen und den Gürtel enger schnallen müssen und der Wirtschaft überhaupt keine Schranken mehr aufgelegt werden dürfen – wegen der Globalisierung und damit zusammenhängender Gründe.

Machiavelli: Aber, es wäre fatal, wenn zum Beispiel schon Jahre bis Jahrzehnte vor dem Wirtschaftscrash Vorbereitungen getroffen würden! Wir haben alle Regierungen fest in der Hand – aber nicht die kleineren politischen Einheiten, das ist das Dumme an der von diesen radikalen Christen verlangten Subsidiarität.

Don Pedro, einem feudalen, südamerikanischer Großgrundbesitzer erklärt Machiavelli das Vokabel Subsidiarität. Jede politische Einheit soll nur das als Aufgabe übernehmen, was sie selbst gut leisten kann, und nur das an die nächsthöhere abgeben, was sie nicht mehr leisten kann. Ein unmöglicher Grundsatz also, der kapitalistischen Durchgriff gefährdet. Heuschreck und Machiavelli überlegen nun, was passieren würde, am Beispiel Österreich, wenn Wien, NÖ, OÖ und das Burgenland schon jetzt eine Ausstiegsvariante aus dem Zinswährungssystem für knapp vier Millionen Einwohner beschließen würden. Dies müsste mit aller Medienmacht verhindert werden.

Robber Baron: Es muss unbedingt verhindert werden, dass solche potentiell abtrünnige Regionen für den Crash bereits Vorbereitungen treffen. Der Crash muss alle völlig unvorbereitet treffen. Unsere Volkswirtschaftler werden noch am Tag des Crashs dessen Unmöglichkeit behaupten. Das ist notwendig, um ein Horrorszenario wie das folgende auszuschließen: Die Regionen, die Fairwirtschaft statt Crash wollen, haben schon mit der jeweiligen Nationalbank vereinbart, dass eine neue zinsfreie Währung bei Eintritt der Bedingungen als eingeführt gilt, die sich an einen Goldstandard bindet. Dieser Goldstandard gilt nur für mit realen Gütern unterlegten Wirtschaftstransaktionen. Das virtuelle Spielgeld wird nicht vom Goldstandard geschützt.

Bemerkung von Josefa: Alternative Geldkonzepte funktionieren auch ohne Gold. Der Abbau von Gold soll nicht ganze Landstriche unbewohnbar machen und Flüsse vergiften. Gold soll nicht in Tresoren landen, sondern lieber gleich in der Erde bleiben! Nach Samirah Kenawi in „Geschichte des Geldes“, Kapitel 3.4: Hortfunde.

Machiavelli: Entsetzliche Vorstellung – dann lieber gleich den unausweichlichen Crash.

Pilgrim Father, Franz von Assisi und der Altruist Andrew Carnegie überlegen wie der Crash verhindert werden kann: Durch das Zinsverbot? Durch Wettbewerb in der realen Wirtschaft, welcher Kapitalakkumulation verhindert. Wobei zuallererst verhindert werden muss, dass die virtuelle Geldwirtschaft die Realwirtschaft auf- und aussaugt.

Il Papa, Papst: Wirtschaftswissenschaftler werden jetzt aufschreien und behaupten, ohne die Möglichkeit der Zinspolitik werden die Märkte überhitzt und fürchterliche Katastrophen drohen. Auch wenn das sicher nicht stimmt, kann ich ehrlich Besorgte beruhigen, denn eine „Zinspolitik“ würde weiterhin möglich bleiben, nur dass der Staat eine ihm zur Verwendung für die Bedürftigen zustehende Zinssonderprämie einhebt und nicht die Kapitalisten….

Einblicke in die Situation Südamerikas als Hinterhof des US-Feudalismus, Pro- und Kontra des Kommunismus, Verallgemeinerungen über Alternativen die gescheitert sind, werden in Gesprächen zwischen Fidel Castro, Franz von Assisi, dem Papst und Che Guevara diskutiert. Che kann rüberbringen, dass Jesu Wort „Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gehört“, hier falsch ausgelegt wurde. Heuschrecke ist überzeugt, dass alle Gegenbewegungen zum Kapitalismus ausgemerzt werden können. Machiavelli aber ist sich nicht so sicher. Auch wenn ständig getrommelt wird, dass es keine Alternativen gibt, könnte dies nicht ausreichen. Wenn sich wirklich ein Staat gegen den Kapitalismus entscheiden würde, wäre umgehend ein Grund zu finden, einen Krieg gegen diesen Staat zu führen.

Machiavelli: Es gibt tatsächlich in Europa viele Beispiele, die Nachahmungstäter hervorbringen könnten. Auch wenn wir mit den uns hörigen Medien und unserer neuen kapitalistischen Kampforganisation namens EU dagegen arbeiten und alles tun, diese schreckliche Menetekel zu eliminieren, gebe ich folgende kurze Schilderung als Warnung: In dem kleinen europäischen Staat Österreich existiert eine Hauptstadt namens Wien, in der schon über 60 Jahre sozialdemokratisches Gedankengut nicht nur gepredigt, sondern auch tatsächlich durchgesetzt wird. In Wien gibt es daher keine Wohnungsnot, sondern durch umfangreichen sozialen Wohnbau auch für sozial Schwache hervorragende Wohnungen zu günstigen Preisen und wenn einer nicht einmal das leisten kann, zahlt die Stadt Wien großzügige Wohnungsbeihilfen dazu. Natürlich kommen durch solche unlautere Methoden die Mietpreise unter Druck und ein Mietshaus in Wien ist nicht wie sonst überall eine Goldgrube. Wir arbeiten hier mit aller medialen Kraft an einer Beendigung dieses Irrweges. All diese schrecklichen Auswüchse werden als „soziale Marktwirtschaft“ bezeichnet.

Nobelpreisträger für Volkswirtschaft: Soziale Marktwirtschaft ist ein Betriebsunfall des Kapitalismus, der sich nur unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen als schlechtes Beispiel entwickeln konnte. Nur weil sich die ihrer kapitalistischen Aufgabe noch nicht bewusste USA dem Rivalen UdSSR vor dessen Haustür ein für den Sowjetkommunismus gefährliches wirtschaftliches Beispiel bieten wollten, durfte die soziale Marktwirtschaft entstehen. Jetzt ist die Sowjetunion Geschichte und die nunmehr halbbewusst feudalkapitalistischen USA werden ein Modell, das die geheiligten Kapitalakkumulation erschwert, nie mehr zulassen.

Al Capone: Eine gefährliche Bedrohung für unseren Feudalkapitalismus könnten die Gewerkschaften sein, die ja letztlich das anstreben, was sie eine „faire Verteilung“ des Erwirtschafteten nennen….. Aber was interessiert uns dieses Gerede von Fairness, Gerechtigkeit und ähnlichem Unsinn? Alles gehört nun einmal uns und jeder müsste dankbar sein, von uns Kapitalisten gerade so viel zu bekommen, dass er seiner Arbeit mit Freude nachgehen kann und nicht verhungert. Alles darüber hinaus ist Verschwendung. Aber anders als diese Christen sind die Gewerkschaften für uns keine echte Gefahr…..

Robber Baron will alles, was völlig ungehinderten Zugriff „unseres“ Kapitals auf alles andere behindert, im Keim ersticken. Ideen der Herrn Schulze-Delitzsch und Raiffeisen für Zusammenschlüsse von kleinen Unternehmern, bzw. Bauern, welche die Macht kapitalistischer Aktienbanken brechen könnten, sind nicht gewollt. Es muss ausschließlich um Gewinnmaximierung gehen, meint Heuschrecke. Einen mächtigen Verbündeten sieht Al Capone zum Glück in der WTO. Schwächere sind im Weg und sollten sich freiwillig unterwerfen. Gesetzgeber dürfen auch keinesfalls Gelddruckmaschinen behindern, z. B. durch Steuern für Transaktionen am Geldmarkt.

Zur EU meint Machiavelli, dass es den meisten Akteuren nur darum ginge, an die prall gefüllten EU- Subventionstöpfe zu kommen und allesamt nicht merken, dass sie nur hochbezahlte Marionetten eines kapitalistischen Molochs sind.

EU Kommissar: Wie recht Sie doch haben, hoher Generalsekretär! Hier ist uns wirklich ein Meisterwerk kapitalistischer Tarnung gelungen. …. Alle waren begeistert von der Idee… endlich europäische Einigung als Friedenswerk erreichen zu können…. Verfolgen wir zielstrebig die Beseitigung aller Hemmnisse zur Maximierung unserer Renditen. Vor allem muss alles Soziale weg.

Franz Josef Strauss: Die EU ist leider zu einer Diktatur in Entwicklung verkommen und in Wahrheit bedeutet sie nur: Das Zentralkomitee ist von Moskau nach Brüssel übersiedelt.

Konrad Adenauer: Mich würde interessieren, warum auf dieser Kapitalistentagung so viele 68er zu sehen sind! Sind sie nicht natürliche Feinde?

68iger: ….. Wir wollten die arbeitenden Massen wie unser großes Vorbild Sowjetunion von ihren Ausbeutern befreien – aber wie haben diese es uns gedankt? Die Arbeiter sind der reaktionären Sozialdemokratie treu geblieben.

Hier beschrieb der Autor Gemeinsamkeiten zwischen den 68igern und den Kapitalisten. Engstirnige, langweilige Kultur und schrecklich veraltete Moral sollte Geschichte werden.  Zuwanderung von Millionen Menschen aus der ganzen Welt konnten diese Strukturen aufbrechen und die Kapitalisten haben eine Armee von Lohndrückern gebraucht, so konnte sich eine strategische Allianz ergeben. Die Herrschaft des Patriarchats wurde gebrochen, sexuelle Befreiung bewirkt. Jeanne D´Arc de Gaule bemerkte, dass damit auch der Milliardenmarkt für Pornographie eröffnet wurde und eine Revolution eben nicht ohne Blut abgeht. Nun fließt wenigstens das Blut von Millionen abgetriebenen Kindern.

68iger Emanze: Was heißt hier Kinder, es sind doch nur Zellklumpen, die da entsorgt werden! Wer nicht an Gott oder eine „unsterbliche Seele“ glaubt, hat kein Problem damit. Wir glauben nur an diese Welt und dieses Leben und das wollen wir möglichst genießen können! Keine Fesseln sollen uns da hindern! … Wir schaffen endlich den neuen Menschen!

Für mich, Josefa, ist Abtreibung seit Dezember 1973, ich arbeitete damals als Krankenpflegeschülerin auf der Säuglingsstation des AKH Salzburg, wie ein persönliches Trauma. Ein Winzling mit null Überlebenschancen verstarb. Ich weiß heute noch seinen Vor- und Zunamen. Wir hatten sehr, sehr viel Arbeit, aber ich konnte nicht aufhören zu weinen, in der Vorstellung, dass in Zukunft auch gesunde, nur ein paar Monate jüngere Kinder, keinen Schutz mehr haben sollten für ihr Leben, sterben würden. Meine Großmutter, eine bitterarme Magd im Pinzgau, konnte für keines ihrer 6 am Leben geblieben Kinder selbst sorgen. Sie musste betteln um ein Stückchen Stoff für eine dringend notwendige neue Schürze. Sie bekam keinen Lohn, weil ihr erstes am Leben gebliebenes Kind, meine Mama, von den alten Bauersleuten als Erbin angenommen worden war. Meine Großmutter hatte nicht das Recht Brot abzuschneiden, wenn eines ihrer Kinder am Sonntag zu Besuch kam. Sie war zwar verheiratet, hatte aber nicht die Möglichkeit mit meinem Großvater einen gemeinsamen Haushalt zu führen. Dieser kam erst zu uns, als er nicht mehr arbeitsfähig war. Aber: Alle ihre Kinder sind später sehr gerne zu uns auf Besuch gekommen. Die Großmama war sehr zufrieden, hatte einen erfüllten Lebensabend und große Freude an allen ihren Kindern, Schwiegerkindern und Enkerln! Mama sein dürfen ist so schön!

Kapitalismus braucht Krieg. Die besten Renditen werden durch Investitionen in Rüstung, in Krieg und den Wiederaufbau verdient. Wirtschaft wächst auch durch Abtreibung: Damit sind mehr Frauen in der Erwerbsarbeit, sie brauchen mehr an Ersatzbefriedigungen, Psychopharmaka und Einpersonenwohnungen, weil Beziehungen durch Abtreibung leichter zerbrechen. Es wird sogar indirekt für Abtreibungen geworben!!! Frauen, die sich dafür entscheiden, bzw. drängen lassen, wissen (noch) viel zu wenig über die Freude am Leben. Das Leben braucht unsere Bereitschaft Herausforderungen anzunehmen, bedingungslos zu lieben, um geliebt zu werden. Dabei geht es um unsere Entscheidungen! Gefühle sind wie Wellen, die kommen und gehen. Ungeborene sind von Anfang an Menschen, die schwächsten in unserer Gesellschaft. Wir Geborenen sind genauso Zellhaufen wie sie, nur größere!

Ich habe viele Freunde unter den Linken, weiß um deren Idealismus. Aber, könnte es sein, dass div. gesellschaftspolitische Vorstellungen sie zu „Steigbügelhaltern“ für allerbrutalsten neoliberalen Kapitalismus missbrauchen? Es wäre eine Strategie von „Spalte und Herrsche“, welcher es gelungen ist, uns auch für unsere gemeinsamen Anliegen zu schwächen.

Konrad Adenauer: …. Die 68ger sind in Wahrheit faschistischer als alle anderen. Die Bürgerrechte ersetzen sie durch salbungsvolle, aber inhaltsleere, weil beliebig interpretierbare Politfloskeln, die natürlich auch Gewaltenteilung überflüssig machen. Selbst sind sie durchaus bereit, Gewalt einzusetzen, denn diese Gewalt dient ja dem „heiligen“ Zweck und ist daher gerechtfertigt.

Wenn Faschismus wesentlich definiert wird mit Verächtlichmachung aller Andersdenkenden, schleichende Zerstörung des Bestehenden, um auf dessen Trümmern eine nebulose neue Gesellschaft unter dem politischen Definitionsmonopol der Machthaber zu schaffen, dann sind die 68ger….. eine Partei, die dieser Definition durchaus nahekommt. Aber wer das behauptet, wird medial von euren Lakaien erledigt.

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Alexis de Tocqueville, weit vorausblickender Schriftsteller des 19. Jahrhunderts: Gegen diesen brutalen, antichristlichen, aber sehr effizienten Feudalkapitalismus hat doch kein Gegenmodell eine Chance?

Il Papa: Doch! Die Katholische Kirche hat versucht, ein christlich-sozialistisches Gesellschaftsmodell in die Realität umzusetzen, und zwar als Antwort auf die unfassbare Ausbeutung der Indios in Südamerika. Dieses heilige Experiment war ein durchschlagender Erfolg, der hohe Wellen erzeugte.

Hl. Franz von Assisi: Ungefähr im Raum des heutigen Paraguay haben Jesuitenpadres begonnen, ihre Fürsorge für die Indios nicht nur auf das jenseitige Seelenheil, sondern auch auf die diesseitige Not auszurichten. Ohne Waffengewalt haben sie Land angekauft und die dort ansässigen Indios als Familienoberhaupt geführt….

Che: Also Missionare als Unterdrücker und Ausbeuter. Es wird ja immer besser und offensichtlicher, dass die Kirche Sklave des Kapitals ist.

Il Papa: … Unter Anleitung der Jesuitenpadres ist es den Indios besser gegangen als je zuvor, Schulen, Gotteshäuser und Krankenstationen wurden errichtet und – welch ein Wunder für lle brutale Unterdrücker rundherum – die Indios haben gute Arbeit geleistet, weil sie gesehen haben, dass diese ihnen zugute kommt. Sie sind gerne Christen geworden, weil ein glaub-würdiges und wunderschönes Heilsversprechen auch schon in unserer Welt spürbar wurden.

Che will wissen, was aus diesem Experiment wurde. Franz von Assisi erklärt, dass es zu erfolgreich war. Hier war alles viel besser, als in den brutalen Sklavengesellschaften rundum. Einflussreiche Kapitalisten haben durch Lug, Trug und Erpressung beim Papst erreicht, dass die Jesuitenpadres die Anweisung erhalten haben, das Land zu verlassen. Die meisten der Padres haben diesem Befehl gehorcht, aber eine Minderheit ist bei den Indios geblieben, um sie weiter zu fördern (und teilweise auch mit Waffengewalt zu verteidigen).

Il Papa: Niemand hat sich vorstellen können, was dann passiert ist, obwohl wir es alle hätten wissen können, ja wissen müssen! Alle wurden niedergemetzelt und das heilige Experiment war vernichtet, nur weil die Renditen der Conquistadores (Eroberer) durch ein effizienteres und humaneres christliches Gegenmodell zu sinken drohten.

Schlusswort

So viele vor uns haben die Herrschaft des Geldes nicht akzeptiert, gelitten, damit aber Wege bereitet für ein neues, gerechteres Miteinander. Ich glaube daran, dass jeder Mensch kreativ und liebesfähig begabt wäre, gemeinsam könnten wir ALLE an jenen Wegen weiterbauen!

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